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2200 Euro aus dem ersten Spendenbasar des Bezirkskrankenhauses Memmingen

07.02.2018 Patienten des Bezirkskrankenhauses (BKH) Memmingen haben bei einem Spendenbasar in der Vorweihnachtszeit 2200 Euro erlöst.

Vertreter des Bezirkskrankenhauses Memmingen haben dem Verein der Freunde und Förderer des Klinikums 2200 Euro als Spende übergeben. Das Geld stammt von einem Basar, den die Patienten des Bezirkskrankenhauses initiiert hatten: (von links) Pflegedirektor Hans-Jürgen Stopora, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Albrecht Pfeiffer, Referats- und Verwaltungsleiter Wolfram Firnhaber (alle Krankenhausleitung Klinikum Memmingen), Heike Kahnert, Frau des Ideengebers, sowie Kunsttherapeutin Svenja Grund und Ärztlicher Direktor Dr. Andreas Küthmann (beide Bezirkskrankenhaus).
Vertreter des Bezirkskrankenhauses Memmingen haben dem Verein der Freunde und Förderer des Klinikums 2200 Euro als Spende übergeben. (Bild: Georg Schalk, Bezirkskliniken Schwaben)

Das Geld geht nun zu gleichen Teilen an die Kinderklinik und an die Palliativstation des Memminger Klinikums. In der Kinderklinik soll ein Spielzimmer renoviert werden. Außerdem will man dort Mitarbeiter unterstützen, die ehrenamtlich Kleidung für Frühchen nähen, informiert Svenja Grund, Kunsttherapeutin am BKH. Sie hatte den Basar organisatorisch begleitet. Die zweiten 1100 Euro sollen für den Bau eines Balkons auf der Palliativstation am Klinikum eingesetzt werden. Dieser soll so groß sein, dass bettlägerige Patienten im Krankenbett ins Freie geschoben werden können. Nach Angaben von Heike Kahnert sind dank einer Großspende aus München und mehrerer kleineren Spenden inzwischen schon mehr als 120000 Euro gesammelt worden. Von Heike Kahnerts Mann Thomas stammt die Idee für den Balkon. Der Krebspatient lag fünfmal auf der Palliativstation im Klinikum. Das Ehepaar hatte das Projekt im vergangenen Sommer maßgeblich vorangetrieben und eine Spendenwelle ausgelöst. Im November starb Thomas Kahnert nach langer Krankheit.

Nur ein Stockwerk über der Palliativstation ist das BKH beheimatet. Die Zusammenarbeit mit dem Klinikum ist sehr eng – und das seit Jahrzehnten. So war es eine Selbstverständlichkeit, dass zur symbolischen Scheckübergabe neben der Witwe von Thomas Kahnert sowohl der Ärztliche Direktor des BKH, Dr. Andreas Küthmann, mit Kunsttherapeutin Svenja Grund kamen als auch die komplette Krankenhausleitung des Klinikums mit dem Ärztlichen Direktor Prof. Dr. Albrecht Pfeiffer, Pflegedirektor Hans-Jürgen Stopora sowie Referats- und Verwaltungsleiter Wolfram Firnhaber. Alle freuten sich über den großen Erfolg des ersten Spendenbasars, der am 5. und 6. Dezember 2017 im Eingangsbereich des Klinikums über die Bühne gegangen war.

Die Idee dazu wurde bereits im Sommer von den Patienten geboren, berichtet Svenja Grund, die das Projekt therapeutisch begleitete. Mit großem Eifer machten sie sich in der Folgezeit ans Werk, um eine ganze Reihe von kleineren und größeren Arbeiten zu erstellen: Keramikwerke, Tonfiguren, Schmuck, Bilder, Selbstgebasteltes und viele Kleinigkeiten, die sich als Geschenke eignen. Das alles wurde dann Anfang Dezember zusammen mit leckeren Plätzchen aus der Tagesklinik zum Verkauf angeboten. „Das Engagement war groß, das Interesse auch. Wir haben 100 Prozent des Erlöses gespendet", berichtet die BKH-Mitarbeiterin. Bei der Produktion waren auch stationäre Patienten eingebunden. Alles sei auf freiwilliger Basis abgelaufen. Die Aktion hat den Beteiligten nicht nur viel Freude gemacht, sondern ihnen auch das Gefühl der Wertschätzung, des Zusammenhalts und der Gruppenzugehörigkeit vermittelt. Schließlich standen die Patienten selbst an den Verkaufstischen, um Interessenten anzusprechen und zu beraten – und natürlich auch um ihre Werke für den guten Zweck zu veräußern. Kunsttherapeutin Svenja Grund: „Das Projekt hat allen so viel Spaß gemacht, dass jetzt der Wunsch besteht, einen Osterbasar zu veranstalten."

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Kategorien: Gesundheit