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Jubiläums-Symposium mit der geballten neurologischen Kompetenz der Bezirkskliniken und ihrer Partner

23.05.2017 Das Allgäuer Neurologie-Symposium hat sich binnen zehn Jahren seit dem Start zu einer viel beachteten Expertenveranstaltung entwickelt.

Vorstandsvorsitzender Thomas Düll (Mitte) mit den Chefärzten Professor Martin Hecht, Kaufbeuren. Von links im Uhrzeigersinn: Professor Gerhard Hamann, Günzburg, Professor Rolf Kern, Kempten und Dr. Christoph Lichy, Memmingen.
Vorstandsvorsitzender Thomas Düll (Mitte) mit den Chefärzten Professor Martin Hecht, Kaufbeuren. Von links im Uhrzeigersinn: Professor Gerhard Hamann, Günzburg, Professor Rolf Kern, Kempten und Dr. Christoph Lichy, Memmingen. (Bild: Georg Schalk, Bezirkskliniken Schwaben)

Jeweils im Frühjahr und im Herbst laden Professor Dr. Martin Hecht, Ärztlicher Direktor der Kaufbeurer Neurologie, und sein Team zu einem Medizinsymposium ein, bei dem ein Fachthema aus dem Bereich der Neurologie behandelt wird. Zum 20. Symposium versammelte sich „die geballte neurologische Kompetenz der Bezirkskliniken Schwaben", wie es Vorstandsvorsitzender Thomas Düll formulierte, im Festsaal des örtlichen Bezirkskrankenhauses (BKH). Während die Bezirkskliniken die neurologischen Kliniken in Kaufbeuren und Günzburg in eigener Trägerschaft betreiben, sind sie an den neurologischen Abteilungen in Memmingen und Kempten insoweit beteiligt, indem sie dort das gesamte ärztliche Personal stellen. Hintergrund dieser Sonderkonstellation, so Düll, sei der gesetzlich vorgegebene Auftrag für den Bezirk Schwaben (die „Mutter" der Bezirkskliniken), neben der psychiatrischen auch die neurologische Versorgung der schwäbischen Bevölkerung sicherzustellen. „Die Allgäuer Neurologie-Symposien haben sich längst einen Namen gemacht und genießen einen hohen Stellenwert in der medizinischen Landschaft des Allgäus und weit darüber hinaus", sagte Düll. Er bedankte sich bei Chefarzt Hecht und seinem Team für die großartige Leistung, die für das gesamte Unternehmen beispielhaft sei.

Schwerpunkt in Kaufbeuren ist die Schlaganfall-Behandlung. Bestandteil der Klinik mit ihren 47 Betten (davon drei teilstationär) und 70 Mitarbeitern ist eine spezialisierte Schlaganfall-Einheit, die „Stroke Unit". Bei der Kaufbeurer Neurologie handelt es sich laut Düll um die traditionsreichste und zugleich größte Akut-Neurologie im Allgäu. Sie hat eine Sonderstellung, ist sie doch Stufe-2-Klinik im Schlaganfallnetzwerk „Nevas", das den südwestlichen Teil Bayerns betreut. Das bedeutet, dass das BKH Kaufbeuren einerseits Hilfe stellende Klinik für Krankenhäuser in der Umgebung – insbesondere Füssen - ist. Andererseits können von hier aus einzelne Patienten schnell und effizient an die Stufe-3-Kliniken Günzburg, München-Großhadern oder Ingolstadt weitergeleitet werden. Über „Nevas" hat die Kaufbeurer Klinik schnell direkten Zugang zu modernsten Hightech-Verfahren wie der mechanischen Rekanalisation (Trombektomie). Hierbei wird über arterielle Katheter versucht, ein verschlossenes Gefäß wieder zu öffnen. „Eine extrem effiziente Therapie, die die Sterblichkeit oder Behinderung um etwa 40 Prozent reduziert", berichtete Professor Dr. Gerhard Hamann im Verlauf des Symposiums. Hamann ist Ärztlicher Direktor der Neurologie am BKH Günzburg und zugleich 2. Vorsitzender der Deutschen Schlaganfallgesellschaft. Eine Stroke Unit ist laut Hamann „das absolute Muss der Schlaganfallbehandlung".

Die Bandbreite der klinischen Arbeitsschwerpunkte in der Neurologie ist aber weitaus größer: Dort werden auch komplexe Krankheitsbilder wie Bewegungsstörungen, ALS, Parkinson, Hirnhautentzündung oder Epilepsie behandelt. Beim gut besuchten Jubiläums-Symposium, zu dem die Bezirkskliniken einige ihrer „Premiumpartner" eingeladen hatten, beleuchtete Privatdozent Dr. Christoph Lichy (Chefarzt der Neurologie am Klinikum Memmingen) neurologische Störungen in der Schwangerschaft. Die Carotis-Stenose (Engstelle im Bereich der Halsschlagader) war das Thema des Vortrags von Prof. Dr. Rolf Kern (Chefarzt in Kempten). Dr. Beate Schlotter-Weigel (Oberärztin am Friedrich-Baur-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München) erläuterte, was bei Polyneuropathie - eine Schädigung vieler Nerven, meist an Beinen und Armen - wichtig ist. Und Professor Dr. Albert C. Ludolph vom RKU Ulm, Ordinarius für Neurologie der Universität Ulm, bewies mit seinen Ausführungen, warum er als absoluter Experte weltweit auf dem Gebiet der ALS-Erkrankung gilt.

Auch wenn die Abläufe innerhalb der Klinik dank regelmäßiger Schulungen längst sehr gut miteinander verzahnt seien (Prof. Hecht), so dürfe man in seinen Anstrengungen nicht nachlassen, forderte sein Kollege Hamann. „Wir müssen immer wieder versuchen, die Dinge zu optimieren", so der Günzburger Chefarzt. Oberstes Ziel sei die bestmögliche Versorgung von neurologischen Patienten im Allgäu und in Schwaben, waren sich die Redner einig.

www.bezirkskliniken-schwaben.de

Kategorien: Gesundheit