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Kartoffelfest im Museum KulturLand Ries am 25. August

Kartoffelfest mit Lanz-Bulldog, Baujahr 1954 (Bild: Dr. Bruno Langner)

19.08.2019 Am Sonntag, 25. August, dreht sich auf dem weitläufigen Museumsgelände in Maihingen (Lkr. Donau-Ries) von 11 Uhr bis 17 Uhr alles um die Kartoffel: Ernten, Roden, Pflügen mit Oldtimer-Traktoren auf den museumseigenen Äckern oder lustige Spiele wie das Kartoffelwettschälen unterhalten Groß und Klein, der schwerste „Kartoffelkönig“ wird prämiert, historische Sorten gibt es zu bestaunen und Kartoffelspezialitäten sorgen für das leibliche Wohl.

Spielerische Wettbewerbe rund ums Ernten
Auf dem Museumsacker wird ab 13 Uhr die Ernte der „Ärbira“ (Erdbirnen), wie die Kartoffeln im Dialekt genannt werden, demonstriert. Mit Lanz- Bulldog, Eicher-Traktor und weiteren Oldtimern wird gerodet und gepflügt. Große und kleine Besucher können sich in spielerischen Wettbewerben messen: beim Kartoffelschälen oder beim Kartoffelklauben auf dem Feld. Um 15.30 Uhr wird geschätzt, wie viele der Knollen wohl in einem Sack stecken.

Prachtexemplare gesucht!
Die Prämierung der größten Kartoffel steht um 15.15 Uhr an: Hobbygärtner oder Landwirte sollen dafür bitte ein gewichtiges Prachtexemplar aus ihrer Ernte mitbringen.

„Blaue Anneliese“ und „Rote Emmalie“
„Exotische Kartoffelsorten mit Namen wie „Vitelotte“, „Rote Emmalie“, „Blaue Anneliese“ oder „Der blaue Schwede“ sorgten erst kürzlich wieder auf der Landesgartenschau im nahen Wassertrüdingen (Lkr. Ansbach) für Aufsehen“, berichtet Museumsleiterin Dr. Ruth Kilian.
„Ihr blauweiß-marmoriertes oder violettes Fleisch verblüfft die Besucher. Diese historischen Feldfrüchte bauen wir neben weiteren alten Sorten auch auf unserem museumseigenen Acker an, um sie am Kartoffelfest zu zeigen. Manche der Raritäten sind zu kaufen, dazu frisch gebackenes Kartoffelbrot.“

Vielseitiges Kinder-Mitmach-Programm
„Erfahrungsgemäß beteiligen sich Kinder mit Begeisterung beim Klauben“, freut sich Dr. Kilian: „Für sie ist im Museumshof ein eigener Bereich reserviert, wo sie ihre Phantasie beim Basteln von Kartoffelmännchen zeigen oder Kartoffeldruck üben. Beim Kartoffelquiz geht es auf Erkundungstour über das weitläufige Museumsgelände.“

„Zauberer Amadeus“ als spezielle Attraktion
Ihn präsentiert der Museumsverein zur Freude aller: Der Magier bietet „Zauberkunst zum Anfassen“, wenn er direkt an den Tischen im Museumshof unter den kritischen Augen der Zuschauer seine Kunststücke vorführt! Mit einschlägigen Requisiten zelebriert er zum Kartoffelfest „kleine Wunder“. Die Hauptrolle bei der abwechslungsreichen Unterhaltung spielen die „Ärbira“, angerichtet mit verblüffenden Tricks und gewürzt mit humorvollen Zaubereien.

Kartoffelspezialitäten unter alten Apfelbäumen
Das Kartoffelfest im Regionalmuseum des Bezirks Schwaben begeistert durch seine einmalige Atmosphäre im bewirteten Museumshof. Unter dem Blätterdach der Apfelbäume lässt sich herrlich sitzen. Auf der Speisekarte finden sich herzhafte und süße Kartoffelspezialitäten, von Kartoffelsuppe, Kartoffelsalat mit Schweinebraten oder Bratwürsten bis zu Pellkartoffeln aus dem holzgefeuerten Dämpfer mit Kräuterquark. Pommes dürfen natürlich nicht fehlen! Kuchen wie die berühmten (riesigen) Rieser Bauerntorten Reiberdatschi mit Apfelmus oder Kartoffelkissen verwöhnen die Naschkatzen. Musikalisch unterhalten die Reimlinger Musikanten. Bei schlechtem Wetter werden Zelte aufgestellt.

100 Jahre alte Ölmühle in Betrieb
Auch die benachbarte Klostermühle öffnet am Kartoffelfest von 13 bis 16 Uhr ihre Tore und erlaubt einen Blick auf die originalen Mahlgänge, die das Getreide zu Schrot verarbeiteten. Im angegliederten Mühlenmuseum des Rieser Bauernmuseums- und Mühlenvereins ist die 100 Jahre alte Ölmühle samt ihrem beeindruckenden Kollergang mit senkrecht laufenden Mahlsteinen in Betrieb.

Dauerausstellung: „300 Jahre Alltagskultur im Ries“
Im „Brauhaus“ zeigt die familienfreundliche und fast barrierefrei zugängliche Dauerausstellung „300 Jahre Alltagskultur im Ries“, wie die hiesige Bevölkerung in den vergangenen 300 Jahren gelebt und gearbeitet hat. Das bietet viel Anknüpfungspunkte für Erinnerungen. In der „Klosterökonomie“ wird der Wandel der Rieser Landwirtschaft mit vielen Exponaten und historischen Bildern veranschaulicht.

Sonderausstellung: „Utopie Landwirtschaft“
Sie skizziert Erfolgs- und Irrwege der Landwirtschaft in den vergangenen 200 Jahren: Dass eine Maschine das schweißtreibende Mähen der endlosen Getreidefelder übernehmen könnte, war um 1800 die reinste Utopie. Dass man einer Maschine die sensible Arbeit des Melkens anvertrauen dürfte, kam noch nicht einmal den kühnsten Visionären in den Sinn. Heute sind Mähdrescher und Melkmaschine selbstverständlich. In Bildern, Schautafeln, Modellen, alten Gerätschaften oder Filmen werden nicht nur die technischen Entwürfe vorgestellt, sondern auch gesellschaftliche und soziale Utopien vermittelt.
Am Kartoffelfest (25. 08.) ist das Museum von 10 bis 18 Uhr bei ermäßigtem Eintritt geöffnet.

Ansprechpartner
Museum KulturLand Ries, 86747 Maihingen, Klosterhof, Telefon 09087 9207170, mklr@bezirk-schwaben.de

Das Museum KulturLand Ries in Maihingen ist eine Einrichtung des Bezirks Schwaben. Es wird mit Unterstützung des Landkreises Donau-Ries betrieben.

Kategorien: Natur und Umwelt, Museen

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