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Medienkunstfestival Lab30 2018 - Von Amagasaki an den Lech, von Quebec ins abraxas

01.10.2018 Medien-Kunst-Experimente: So lautet der Dreiklang, mit dem sich das Lab30 Festival im gesamten Kulturhaus abraxas präsentiert. Das Festival umfasst dieses Jahr neben der Ausstellung knapp 15 Konzerte und Performances. Über 30 internationale Künstler*innen aus allen Bereichen der Medienkunst stellen an 4 Tagen aktuelle Arbeiten vor. Tagsüber sind am Wochenende Kurzfilme und Workshop zu erleben. Erstmals werden das S-Planetarium und die Moritzkirche in der Innenstadt zur Plattform für Konzerte und eine künstlerische Intervention.

Waterdome (Bild: Michael Gamböck)

Eröffnung und Konzert-Highlights

TADASHI YONAGO eröffnet das Festival am 25. Oktober im abraxas Theater. Der japanische Künstler improvisiert mit selbst gebauten Instrumenten, mit Lichtern und Klangkörpern. Initiiert wurde das Gastspiel im Rahmen eines exklusiven städtepartnerschaftlichen Austauschs mit Amagasaki.

Das zweite Highlight des Eröffnungsabends ist der Auftritt von AKIKO NAKAYAMA. Die Japanerin arbeitet mit unterschiedlichen Flüssigkeiten und Texturen und lässt live auf der Leinwand farbenfrohe, verblüffende Bilder und Klänge entstehen, ein kraftvolles Miteinander von Yin und Yang. Weitere internationale Gäste erwarten das Publikum im Konzertprogramm: Mit Aufnahmen, die sie auf der Insel Rügen gemacht hat, arbeitet die Kanadierin Nelly-Eve Rajotte. In ihrem Konzert „RÜCKENFIGUR" schlägt sie eine Brücke von der Romantik ins 21. Jahrhundert. Ihre Kollegin ANNE-F. JACQUES, ebenfalls aus Québec, konzentriert sich wiederum mit einem experimentellen Konzertaufbau auf die Erzeugung kleiner und großer Klänge auf der abraxas Studiobühne. Weitere Höhepunkte 2018 sind der Auftritt der Post-Industrial-Legende RAPOON und der Album-Release des Augsburgers MARKUS MEHR.

Lab30 zu Gast im Planetarium: Die Premiere vom „Waterdome"

Eine audiovisuelle Sinfonie für die „Wasserstadt Augsburg" haben Studierende der Hochschule Augsburg und der UdK Berlin eigens für das Festival geschaffen – vor dem Hintergrund der Bewerbung der Stadt als UNESCO Welterbe. Ausgangspunkt für „WATERDOME" ist der Lech: Wie gestaltet der Fluss die Landschaft und die Stadt? Welche Bedeutung hat Wasser für unsere Welt? Mit Mikrofonen und Kameras gingen die Studierenden diesen Fragen nach. „WATERDOME" verknüpft experimentelle Zugangsweisen mit klassischer Bild- und Musiksprache. Das Projekt ist ein Auftragswerk des Lab30 Festivals in Zusammenarbeit mit MEHR MUSIK! unter der künstlerischen Leitung von LAB BINAER, Robert Rose (HS Augsburg) und Hannes Hoelzl (UdK Berlin). Das Ergebnis ist am Festivalwochenende im S-Planetarium zu sehen.

Pendel, Projektionen und persönliche Daten: Die Ausstellung

Die Festival-Ausstellung umfasst dieses Jahr 16 bemerkenswerte Exponate. Auch sie wird durch einen Beitrag aus Amagasaki bereichert. TADASHI YONAGOS Installation „Motions" wird auf dem Dachboden des Kulturhauses abraxas als Zusammenspiel von Objekten zu sehen sein, die durch Pendel, Lichter, Wasser u.a. gesteuert und beeinflusst werden.

Viele der ausgestellten Arbeiten sind interaktiv und laden zum Hinterfragen ein. So setzen sich die Magdeburger FELIX MÜLLER und RICK SCHELBACH mit ihrem Projekt „CLOUDBURST" mit unserer unkritischen Weitergabe von Daten auseinander, während „AETHER" von PLEXNOIR dem Publikum mit einer interaktiven Wandprojektion spielerisch aufzeigt, dass wir ständig von Funkwellen umgeben sind. Alle Künstlerinnen und Künstler sind anwesend und beantworten Fragen zu den Ausstellungsobjekten. Für Kinder gibt es zum ersten Mal einen Parcours mit einem Quiz zu ausgewählten Kunstwerken. Am Wochenende können Familien in zwei Workshops zudem selbst Handanlegen und eigene Roboter bauen oder Klänge komponieren.

Warm-Up im September mit „Wandeln" von Karen Irmer

Wer sich bereits ab Ende September auf das Festival einstimmen möchte, kann ab 21. SEPTEMBER in der MORITZ-KIRCHE in der Augsburger Innenstadt die Installation „WANDELN" von KAREN IRMER erleben, die ab Einbruch der Dämmerung zu sehen sein wird. Während des lab30 Festivals wird JORN EBNER die Raumkomposition um eine klangliche Komponente erweitern: Am Sonntag, den 28. Oktober präsentiert der Künstler dort ein „SOUND_SCAPE" mit Klängen aus dem Augsburger Stadt- und Sakralraum. Anschließend erörtert Karen Irmer ihre Arbeit im Gespräch mit Benita Meißner.

Bilder zum Download finden Sie auf www.lab30.de/presse

Zeitplan der Highlights:

  • Donnerstag: Festival-Eröffnung durch Tadashi Yonago, 19.30 Uhr Alive Painting, Akiko Nakayama, 21.15 Uhr
  • Freitag: Premiere: Waterdome im Planetarium, 18.00 Uhr Rückenfigur, Nelly-Eve Rajotte, 20 Uhr Rapoon, 23 Uhr
  • Samstag: Alive Painting, Akiko Nakayama, 19.30 Uhr Liquid Empires, Markus Mehr, 22.45 Uhr

Den gesamten Ablauf mit allen Uhrzeiten entnehmen Sie bitte dem Programmheft.

Tickets: Early Bird Tickets (nur bis 24.09.2018): 8 Euro
Tages- und Abendkasse beim Festival: 12 Euro / erm. 10 Euro, Familienkarte an den Nachmittagen am Wochenende: 15 Euro
4-Tagespass 30 / 25 Euro // 2-Tagespass 20 / 16 Euro
Inhaber*innen des Kultursozialtickets erhalten Tickets für 1 Euro.
Workshops: 9 / 7 Euro erm. (inkl. Ausstellung / Material, Anmeldung unter Tel. 0821/324-6355)

Infos: www.lab30.de, auf facebook und Instagram sowie im Büro für Popkultur im Kulturamt, Tel. 0821/324-3251

Das lab30 Festival ist eine Veranstaltung des Kulturamts der Stadt Augsburg.
Festivalpartner sind MEHR MUSIK!, Hochschule Augsburg, Universität der Künste Berlin, Junges Theater Augsburg, der Reese-Garden, die Augsburger Allgemeine sowie das ars electronica Festival.
Wir danken der Stiftung Aufwind und der Stadtsparkasse Augsburg für die freundliche Unterstützung der Ausstellung und des Workshop-Programms.
Den Lechwerken Augsburg, dem Kulturfonds Bayern und dem Bezirk Schwaben gilt unser Dank für die großzügige Förderung des Projekts „Waterdome".
Der Künstler-Austausch konnte realisiert werden Dank der Förderung durch die Kurt und Felicitas Viermetz-Stiftung, die Karl Häusler Kulturstiftung und die YANMAR-Stiftung in Amagasaki.

Kategorien: Bezirk Schwaben, Kultur und Heimatpflege

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