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Nachhaltig feiern! Gelungener Schwabentag 2018 in Nördlingen

v. l.: Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert überreicht Oberbürgermeister Hermann Faul die Fahne des Bezirks Schwaben. Als Gastgeschenk erhält Reichert von zwei jungen Nördlingerinnen eine Rieser  Bauerntorte. Musikalische begleitet wurde die Eröffnung des Schwabentages u.a. von der Knabenkapelle Nördlingen.
Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert überreicht Oberbürgermeister Hermann Faul die Fahne des Bezirks Schwaben (Bild: Carola Stampfli)

20.08.2018 Eingebunden in das CittàSlow-Festival der Stadt Nördlingen, das unter dem Zeichen von Regionalität und Nachhaltigkeit steht, war der 11. Schwabentag, verbunden mit einem Sternmarsch von 500 Musizierenden des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM), unbestrittener Höhepunkt des dreitägigen Festes.

Nördlingen (pm). Das herrliche Sommerwetter lockte vergangenen Sonntag, den 19. August, besonders viele Besucher zum Schwabentag aus nah und fern in die Nördlinger Altstadt. Die mittlerweile elfte Ausgabe der Großveranstaltung, für die jede Kommune ein eigenes Thema und ein geeignetes Konzept entwickelt, vergab der Bezirk Schwaben für das Jahr 2018 an Nördlingen: „Eine ideale Gelegenheit", freute sich Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert, „denn die Stadt bettete das große Bezirksfest der Schwaben ein in ihr bewährtes CittàSlow-Festival. Der aus Italien kommende und mittlerweile europaweit verbreitete Festivalgedanke steht als Marke für Gemeinden, Städte und Regionen, die sich um eine bestmögliche Lebensqualität für ihre Bürgerinnen und Bürger bemühen. Das kulturelle und kulinarische Festival läuft mit großem Publikumszuspruch unter dem Motto Nachhaltigkeit und Gastfreundschaft.

 

Gastfreundschaft und Begegnung

Ein ökumenischer Open-Air-Gottesdienst im Schatten des „Langen Daniels", gehalten von Dekan Gerhard Wolfermann und musikalisch umrahmt von Nördlingens Stadt- und Knabenkapelle, eröffnete den Schwabentag. Oberbürgermeister Hermann Faul und Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert unterstrichen das Verbindende der beiden Feste: Das Hervorheben regionaler Stärken von Gemeinden und Städten, die Wahrung von kulturellen Besonderheiten, verbunden mit einer achtsamen Lebensqualität, Gastfreundschaft sowie der Begegnung. Einig waren sich beide darin, dass „Kultur die Menschen zusammenbringt, Überliefertes mit Neuem verbindet und kurz gesagt den Kitt unserer Gesellschaft bildet." Reichert wies darauf hin, dass Schwaben durch seine historisch bedingte Kleinräumigkeit so vielseitig wie nur wenige Landstriche in Deutschland ist: „Den Einheitsschwaben gibt es nicht", betonte er. „Vielmehr machen der Abwechslungsreichtum der Landschaften und das Selbstbewusstsein der Mentalitäten vom Ries bis ins Allgäu die eigentliche Attraktivität unserer schwäbischen Heimat aus."

 

Schwabenweites Kennenlernen

CittàSlow bietet den geradezu idealen Rahmen für den Schwabentag, freute sich Reichert, der einlud, auf unterhaltsame Weise die Vielfältigkeit unserer schwäbischen Heimat kennenzulernen. „Nicht umsonst hat der Schwabentag bereits in elf Städten, aber auch in kleineren Gemeinden stattgefunden", sagte er. „Der Schwabentag kommt zu den Menschen, erreicht sie vor Ort. Es sind aber stets auch andere Regionen dazu eingeladen und stellen sich vor. Das erst schafft ein schwabenweites Kennenlernen, spiegelt die unterschiedlichen Facetten Schwabens vom Allgäu bis ins Ries und fördert damit unsere gesamtschwäbische Identität", unterstrich Reichert sein Herzensanliegen: Drei Jahre nach Antritt seiner Amtszeit konnte er den ersten Schwabentag 2006 in Neu-Ulm aus der Taufe heben. In Nördlingen stellten sich die Landkreise Donau-Ries, Aichach-Friedberg, Günzburg, Dillingen und Neu-Ulm vor. Auch Rain am Lech und Kempten waren mit Infoständen vertreten.

 

ASM bringt großartigen Augen- und Ohrenschmaus

Nach der Eröffnung unter dem eindrucksvollen Magic-Sky auf dem Marktplatz spielte u.a. das Bezirks Oldie Orchester des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM) auf. Einen wirklich einmaligen und großartigen Augen- und Ohrenschmaus bereiteten die rund 500 Musizierenden des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM) allen Besuchern des Festes. Mit einem beeindruckenden Sternmarsch − ausgehend von den fünf Nördlinger Stadttoren − erreichten sie St. Georg, eine der größten gotischen Hallenkirchen Süddeutschlands. Begrüßt wurden die elf Kapellen, die wegen der Ferienzeit gemischt aufspielten, vor ihrem einstündigen Platzkonzert mit schmissiger Blasmusik vom stellvertretenden ASM-Präsidenten, Theo Keller. Er vertrat den kurzfristig erkrankten ASM-Präsidenten, Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer.

 

Zum Schwabentag nach Nördlingen kamen u.a. Regierungspräsident von Schwaben die Bezirksräte Wolfgang Bähner (Augsburg), Petra Beer (Memmingen), Manfred Buhl (Königsbrunn), Erwin Gerblinger (Augsburg), Alexander Hold (Kempten), Dr. Johann Popp (Wertingen), Martin Sailer (Augsburg), Peter Schiele (als Nördlinger auch Mit-Organisator), Volkmar Thumser (Augsburg). Ebenso vor Ort waren Augsburgs OB Dr. Kurt Gribl, die Landtagsabgeordneten Wolfgang Fackler und Harald Güller sowie der Regierungspräsident von Schwaben, Dr. Erwin Lohner.

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