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Rund ums Obst – Sortenvielfalt im Bauernhofmuseum

01.10.2019 Am Sonntag, den 6. Oktober 2019 dreht sich im Schwäbischen Bauernhofmuseum Illerbeuren (Lkr. Unterallgäu) alles um die Ernte. Zwischen 11 und 17 Uhr können sich Besucher rund um das Thema Obst informieren und fachkundig beraten lassen. Nicht zuletzt feiern drei große Verbände an diesem Tag im Museum ein Jubiläum.

Obsttag 2019 mit Sortenausstellung (Bild: Tanja Kutter)

Jubiläum der Fachverbände

Gleich mehrere Jubiläen werden heuer zum Obsttag in Illerbeuren gefeiert: Der Schwäbische Bezirksverband für Gartenbau und Landespflege e.V. begeht sein 125-jähriges Jubiläum und der Verband der schwäbischen Kreisfachberater besteht seit 100 Jahren. Für die Besucher präsentieren sich die schwäbischen Kreisfachberater ganztägig mit Infoständen und der Ausstellung „Altes Streuobst - neu entdecken.“ Der Pomologe Hans-Thomas Bosch hält um 15 Uhr einen Vortrag zum Thema „Erhaltung regionaltypischer Obstsorten am Beispiel der Erhaltungsarbeit in Schwaben.“

Mit einer kleinen Tierschau feiert außerdem die Regionalgruppe Allgäu der Gesellschaft zur Erhaltung alter Haustierrassen (GEH) ihr zehnjähriges Bestehen. Zu den Tieren des Museums wie Original Allgäuer Braunvieh oder Zaupelschaf gesellen sich dann Walliser Schwarzhalsziegen, Warzenenten, Grauvieh, Pinzgauer Rinder und Rheinisches Kaltblut. Der Original Allgäuer Braunvieh-Zuchtverein und die GEH sind mit Infoständen vor Ort, der Boschenhof aus Friesenhofen bietet hofeigenen Käse an und Archäologe Dr. Simon Trixel erklärt anhand von Knochenfunden, wie die Nutztiere einst zur Römerzeit aussahen.

Im Zankapfel ist der Wurm drin“ oder „Mit uns ist gut Kirschen essen!“: Mit den „Streifenhörnchen“ (Rolf-Bernhard Essig und Franz Tröger) auf den Spuren von Obst- Redensarten

Hier wird keiner veräppelt und niemand angepflaumt, im Gegenteil! Für’n Appel und ‘n Ei gibt es bei den „Streifenhörnchen“ spannende Hintergründe zu sprichwörtlichen Redensarten rund um Früchtchen und Früchte, dazu Spieluhrmusik und einen Obstkanon. Als überraschende Kurzaktion überall auf dem Gelände und als kleines Programm erleben die Besucher, was man so alles in der Birne haben kann. Außerdem dürfen sie den „Indiana Jones der Sprachschätze“ Rolf-Bernhard Essig nach Herzenslust zu Obst-Redensarten oder sonstigem Sprichwörtlichen löchern. 

Rolf-Bernhard Essig, Autor, Entertainer und Historiker aus Bamberg, Dr. phil., wurde einem breiten Publikum durch seine Redensarten-Beiträge für die Presse und den Rundfunk (Deutschlandradio, BR, WDR, SWR, MDR) bekannt. Seine Redensarten-Ausstellung „Mein Name ist Hase!“ in Nürnberg, Berlin und Frankfurt sahen schon weit über 175.000 Besucher. Franz Tröger, ebenfalls aus Bamberg und ebenfalls Historiker, dazu Spieluhrvirtuose und Multiinstrumentalist, präsentiert überall in Deutschland packende Programme für Ausstellungen, Theater und Lesungen.

Das Programm der Streifenhörnchen findet jeweils um 13, 14:30 und 16 Uhr statt.

Obstsorten bestimmen

Mehr als 90 verschiedene Obstbaumsorten sind im Gelände des Bauernhofmuseums verteilt, fast alle dieser Sorten sind weit über 100 Jahre alt. Wer auch einen alten Apfelbaum im Garten stehen hat und nicht weiß, welche Sorte dieser trägt, kann sich während des Obsttages an den renommierten Pomologen Anton Klaus aus Oberneufach/Markt Wald wenden. Der Fachexperte für Apfelsorten bestimmt in Illerbeuren die von Besuchern mitgebrachten Äpfel. Dafür sind drei bis fünf gepflückte Früchte mit Stiel und etwas Blattwerk notwendig. 

Bei der richtigen Sorten- und Standortwahl von Obstbäumen berät die Baumschule Gold aus Kronburg. Sie bietet Obstbäume, Spalierobst, Rosen oder Kräuter an. Beim Obst- und Gartenbauverein Kronburg-Lautrach-Illerbeuren werden Herbststräuße und Kränze gebunden. Besucher können außerdem zusehen, wie Kraut gehobelt und Rüben geschnitzt werden und für die kleinen Gäste gibt es Bastel- und Mitmachstationen. Für süße und herzhafte Bewirtung sowie musikalische Unterhaltung ist ebenso gesorgt.

Weitere Informationen unter www.bauernhofmuseum.de 

Galerie

Kategorien: Museen, Kultur und Heimatpflege