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Binnen eines Jahres hat die Werkfeuerwehr des Bezirkskrankenhauses Günzburg zehn neue Mitglieder gewonnen.

03.04.2017 Immer mehr Männer und Frauen machen bei der Werkfeuerwehr des Bezirkskrankenhauses (BKH) Günzburg mit. Binnen einen Jahres erhöhte sich der Mitgliederstand von 24 auf 34 Aktive.

Arthur Wiedemann (vorne links) ist seit 25 Jahren aktives Mitglied bei der Werkfeuerwehr des BKH Günzburg. Ihn ehrten (von links) Kreisbrandrat Robert Spiller, der Vorstandsvorsitzende der Bezirkskliniken Schwaben, Thomas Düll, Kommandant Tobias Hupfauer und Regionalleiter Gerhard Kramer.
Ehrungen bei der Werkfeuerwehr am BKH Günzburg (Bild: Helmut Werdich, Werkfeuerwehr)

Zum 1. Januar 2017 zählte die Wehr 29 Männer und fünf Frauen. Das berichtete Kommandant Tobias Hupfauer bei der Dienstversammlung der Werkfeuerwehr im Casino des BKH. Allerdings bedeutet der Zuwachs keinen Grund für Hupfauer und sein Team, sich zurückzulehnen. „Da es immer schwieriger wird, Personal zu finden, das in unmittelbarer Nähe wohnt und atemschutztauglich ist, sehe ich weiter Handlungsbedarf", sagte der Kommandant und Brandschutzbeauftragte für das Krankenhaus und warb um Unterstützung. Schließlich müsse die Werkfeuerwehr die Hilfsfristen einhalten: Das bedeutet, die Helferinnen und Helfer müssen tagsüber binnen fünf und nachts binnen zehn Minuten nach Alarmierung mit einer Gruppe von mindestens neun Kräften ausrücken. Davon müssen mindestens vier Atemschutzgeräte-Träger sein.

Nun plant die Werkfeuerwehr, nachts die Mindestbesetzung auf sechs Mann/Frauen zu reduzieren. Zu dieser Zeit sind bei den Freiwilligen Feuerwehren in der Umgebung die meisten Kräfte zuhause und damit einsatzbereit. „Die beantragte Genehmigung der Regierung von Schwaben steht noch aus", informierte Hupfauer.

Wie der Kommandant weiter berichtete, zählte die Werkfeuerwehr des BKH vergangenes Jahr 28 Einsätze. Darunter waren sieben Brände, drei Personensuchen, zwei Unwetter-/Hochwasser-Einsätze, achtmal mussten die Helfer Insekten und zweimal Ölspuren beseitigen. Hinzu kamen sechs Anforderungen als „Einsatzleiter vom Dienst" (EVD). „Insgesamt sind 57 Alarme in der Pforte aufgelaufen. 38 wurden rechtzeitig als Fehlalarme gemeldet, deshalb erfolgte keine Alarmierung", informierte der Kommandant. In vielen Fällen wird die BKH-Wehr von der Stützpunktfeuerwehr Günzburg unterstützt, wofür sich Hupfauer bedankte.

Neben zahlreichen Schulungen und Lehrgängen hielten die Aktiven 2016 insgesamt 24 Übungen ab, davon 20 für die gesamte Wehr. „Aber auch sonst hatten wir ein an Terminen prall gefülltes Jahr", so Hupfauer. Die Werkfeuerwehr stellte einen Maibaum auf dem BKH-Gelände auf, war nacheinander bei den Verabschiedungen von Pastoralreferent Joachim Böhm und Pfarrer Wohlgschaft sowie der Einführung von Klinikpfarrer Adalbert Brandmair dabei; sie beteiligte sich beim Umzug zur Volksfesteröffnung, beim Reisensburger Dorffest und beim Günzburger Gartenfest.

Die Aktiven erhielten neue Einsatzuniformen. Außerdem beschaffte die Klinik für ihre Werkfeuerwehr eine neue Tragkraftspritze, die eine mit Baujahr 1960 ersetzte. Damit nicht genug: Neu sind auch eine Hochwasserschutzpumpe, ein Wassersauger, zwei Gitter-Rollcontainer, ein Firetrainer für Brandschutzschulungen und ein PC-Programm, das die Wartung und Prüfung insbesondere der Gerätschaften einfacher machen soll. Zufrieden und dankbar stellte der Kommandant fest: „Eine Feuerwehr ist nur so gut wie ihr Personal und die passende Ausrüstung dazu."

Für 25-jährige Zugehörigkeit ehrten der Vorstandsvorsitzende der Bezirkskliniken Schwaben, Thomas Düll, Regionalleiter Gerhard Kramer, Kreisbrandrat Robert Spiller und Kommandant Hupfauer Mitglied Arthur Wiedemann.

www.bezirkskliniken-schwaben.de

Kategorien: Gesundheit

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