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Ambulant betreutes Wohnen (ABW)

Was ist Ambulant Betreutes Wohnen?

Beim betreuten Wohnen erhält eine anspruchsberechtigte Person Hilfen, die ihr ermöglichen, ein weitgehend selbständiges Leben zu führen.

Für wen ist das Ambulant Betreute Wohnen gedacht?

Das Angebot des Ambulant Betreuten Wohnens wendet sich vor allem an Personen, die zwar nicht völlig allein und unabhängig leben können, aber auch nicht rundum betreut werden müssen.

Es richtet sich im Wesentlichen an drei Gruppen:

  1. Menschen mit Behinderung, die erstmals vor der Entscheidung stehen, wie sie in Zukunft wohnen wollen; beispielsweise weil sie bei ihren Eltern ausziehen wollen, aber ohne fachliche Unterstützung alleine nicht zurechtkommen.
  2. Menschen mit Behinderung, die schon jetzt in ihrer eigenen Wohnung leben - aber ambulante Unterstützung dabei benötigen.
  3. Menschen mit Behinderung, die bislang in einem Wohnheim leben, die aber gerne selbständiger leben möchten und aus fachlicher Sicht nicht rund um die Uhr betreut werden müssen.

Was bedeutet Ambulant Betreutes Wohnen?

  • den Tagesablauf selbst bestimmen
  • die Wohnung selbst einrichten
  • Freunde nach Hause einladen können
  • für das Essen selbst sorgen
  • über eigenes Einkommen verfügen
  • Verantwortung übernehmen
  • Hobbies pflegen
  • Hilfe bekommen, wenn es mal schlecht geht
  • Zeit für sich selbst haben

Also: Mehr Selbständigkeit und damit mehr Lebensqualität haben, aber auch mehr eigene Verantwortung wahrnehmen

Welche Hilfen bietet das Ambulant Betreute Wohnen?

Die Betreuerinnen und Betreuer sind da, wenn sie gebraucht werden. Sie bieten Unterstützung, Betreuung, Begleitung, Assistenz:

  • im Bereich Wohnen und Selbstversorgung (Einkaufen, Wohnungsreinigung, Kochen, Umgang mit Geld)
  • bei Arztbesuchen
  • Teilhabe am Arbeitsleben
  • Gestaltung sozialer Beziehungen
  • Gespräche in einer persönlichen Krise
  • Tages- und Freizeitgestaltung (Sport)

Somit gibt es so viel Unterstützung wie nötig, so viel Selbständigkeit wie möglich.

Formen des Ambulant Betreuten Wohnens

Ambulant betreutes Wohnen gibt es in den folgenden Formen:

  • betreute Wohngemeinschaften: In der Gemeinschaft unterstützen sich die behinderten Menschen gegenseitig. Zudem hilft ein Fachdienst je nach Bedarf einmal oder mehrmals pro Woche, die Alltagsaufgaben zu meistern.
  • ambulant betreutes Einzelwohnen (auch in der bisherigen Wohnung): Auch hier besucht eine Fachkraft regelmäßig die behinderten Menschen zu Hause und hilft bei der Bewältigung des Alltags.
  • betreutes Wohnen in Familien: Familien nehmen einen Betroffenen als Gast für einen längeren Zeitraum bei sich auf. Der behinderte Mensch lebt als Gast mit im Haushalt der Gastfamilie und wird von ihr betreut und unterstützt.

Wer bezahlt das Ambulant Betreute Wohnen?

Der Bezirk Schwaben übernimmt die Betreuungsleistungen im Ambulant Betreuten Wohnen im Rahmen der Eingliederungshilfe, wenn die erforderliche Hilfe nicht von vorrangigen Leistungsträgern erbracht wird und die Aufbringung der notwendigen Mittel nicht aus dem Einkommen und Vermögen dem Betroffenen zuzumuten ist.

Hierzu muss beim Bezirk Schwaben ein Antrag auf Unterstützung gestellt werden.
Sobald dieser beim Bezirk Schwaben vorliegt, wird detailliert geklärt, welche Hilfeleistungen der Mensch mit Behinderung benötigt.
Es wird festgestellt, wann, wo, wie oft und wie lange er diese Hilfe braucht.

Im Falle einer Hilfegewährung für das ambulant betreute Wohnen durch den Bezirk Schwaben ist dieser für nicht erwerbsfähige Personen i.d.R. auch für die Sicherstellung des Lebensunterhaltes nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) Zwölftes Buch (XII) zuständig.
Die Höhe der angemessenen Unterkunftskosten richten sich nach den Vorgaben des jeweiligen örtlichen Sozialhilfeträgers.

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