Umweltpreis 2026

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Drei Projekte zum Schutz von Bachmuscheln, Obstbäumen und Hochmooren erhalten den Umweltpreis 2026 des Bezirks Schwaben. Die Preisträger kommen aus Bedernau im Landkreis Unterallgäu, Ottobeuren im Landkreis Unterallgäu und Immenstadt im Landkreis Oberallgäu. Sie erhalten je 2.000 Euro.

Kategorie: „Ehrenamtliches Engagement Einzelner oder Gruppen zum Schutz der Schwäbischen Gewässer und deren Bewohner“

Seit 2019 betreut die Arbeitsgruppe „Bachmuschelbetreuer Unterallgäu“ lokale Gewässer. Sie kümmert sich um Bachmuscheln, Wirtsfische sowie Begleitflora und -fauna. Sie kontrolliert zudem Bepflanzung und Beschattung von Bächen und Gräben. Sie rettet Muscheln vor dem Trockenfallen, etwa nach Biberdämmen, und dokumentiert die Entwicklung der Bestände.

Je nach Gewässer steht mindestens eine Betreuerin oder ein Betreuer bereit. So reagiert die Gruppe in kritischen Situationen schnell.

Kategorie: „Ehrenamtliches Engagement Einzelner oder Gruppen im Klima- bzw. Naturschutz“

Die Ortsgruppe Bedernau des Obst- und Gartenbauvereins Breitenbrunn e.V. und der Sportverein Bedernau (Landkreis Unterallgäu) schützen historische Obstsorten. Sie erhalten regionale und seltene Arten. Mit jeder neuen Streuobstwiese wächst die Vielfalt der Kulturlandschaft im Unterallgäu.

Aktionen und Veranstaltungen begleiten das Projekt langfristig. Eine Publikation mit Geschichten zu den Obstbäumen ist geplant.

Beteiligt sind neben dem Sportverein Bedernau der Landschaftspflegeverband Unterallgäu e.V. und das Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben.

Kategorie: „Engagement von Schulen, Schulklassen und ähnlichen Gruppen beim Natur- und Klimaschutz“

Die 4. Klasse der Königsegg-Grundschule Immenstadt schützt das Hochmoor im Schlettermoos (Landkreis Oberallgäu). Unter Anleitung des Naturparks Nagelfluhkette entfernt sie Gehölze. Das Hochmoor war zuvor stark verbuscht. Bäume und Sträucher breiteten sich aus und schädigten das Moor. Durch die Entbuschung erholt sich der Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Die Kinder lernen dabei, warum Moore wichtig für Klima- und Artenschutz sind.

Zudem bauen sie ein Hochmoor im Kleinen nach. So erleben sie den Lebensraum direkt und verstehen seine Zusammenhänge besser.