Brigitte Dorn


Brigitte Dorn (*1947 in Krumbach/Schwaben) lebt und arbeitet als freischaffende Malerin in Kempten. Von 1964 bis 1967 absolvierte sie eine Lehre als Kirchenmalerin und Restauratorin bei Josef Schugg und war bis 1975 in diesem Beruf tätig. Zwischen 1975 und 2001 folgten regelmäßige Meisterklassen bei verschiedenen Kunstprofessoren. Von 2002 bis 2009 studierte sie Bildende Kunst an der Akademie Stein/Nürnberg. Seit 2015 begibt sie sich gemeinsam mit Professor Wiesinger einmal im Jahr auf 2.350 Meter Höhe im Alpinbereich zum Malen. Ihre Arbeiten präsentiert sie seit vielen Jahren in Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen im bayerischen Raum und im Ausland.

Landschaft als Collage

Brigitte Dorns Bilder greifen immer wieder Motive der Bergwelt auf und laden dazu ein, sich mit Umweltfragen auseinanderzusetzen. Sie zeigen, wie der Klimawandel alpine Landschaften gefährdet und wie fragil die Beziehung zwischen Tier und Mensch ist. Der gezielte Einsatz leuchtender Farben verleiht den Berglandschaften von Brigitte Dorn eine große Lebendigkeit.

Im Gemälde „Bergbeben“ dominiert eine steile graue Felswand, am oberen Rand leuchtet ein schmaler roter Horizont wie ein Alarmsignal. Eine gezackte Linie zieht sich quer über das Bild und erinnert an die Aufzeichnung eines Seismographen.

Das in Gelb und Blau dominierende Bild „Im freien Flug“ zeigt, wie junge Waldrappen dank menschlicher Unterstützung wieder den Weg in den Süden lernen, und macht hier eine positive Verbindung von Tier und Mensch deutlich.