Eva Krusche
Eva Krusche ist seit 2010 als freischaffende Künstlerin und Illustratorin tätig. Sie lebt und arbeitet in Augsburg.
SOZIALES
Die Bilder thematisieren zwischenmenschliche Beziehungen und gesellschaftspolitische Fragen.
Eva Krusche (*1985 in Schongau), aufgewachsen im Allgäu, studierte Design mit Schwerpunkt Illustration. Seit ihrem Diplom 2011 arbeitet Krusche freischaffend als Malerin und Illustratorin. Eva Krusches Malerei beobachtet leise das Zwischenmenschliche: Nähe und Distanz, Zugehörigkeit und Bruch. Überdimensionale Körper werden zu Emotionen zwischen Geborgenheit und Einsamkeit. Kräftige Farben, Karos und klare Räume tragen Erinnerung und Atmosphäre. Tische, Stühle und Dinge sprechen von Gemeinschaft und Leerstelle. Das Private wird politisch: Ihre Bilder fragen, wer dazugehört – und wer außen bleibt.
Mensch im Mittelpunkt
Eva Krusche arbeitet in ihren Bildern mit starken Farben sowie klaren Linien und Formen. In den flächigen Farbwelten mit großen Gestalten steht fast immer der Mensch im Mittelpunkt. Die Interaktion der Dargestellten eröffnet Raum für Fragen. Wie stehen die Personen zueinander? Diese Fragen konkretisieren sich in einzelnen Werken. So etwa im Bild „lass spielen“: Warum wenden sich die beiden Frauenfiguren voneinander ab, obwohl sie sich umarmen?
In welchem Verhältnis stehen die beiden sitzenden Figuren des Diptychons „Zugehörigkeit am Ufer des Flusses“? Ist die Teilung des Bildraums auf zwei Leinwände ein formaler Eingriff – oder Ausdruck einer inneren Trennung?
Und ist das Bekenntnis „Für dich bleibe ich da“ ein Freundschaftsdienst, ein Liebesbeweis oder der Verzicht auf eigene Bedürfnisse?