Jochen Eger


Jochen Eger (*1950 in Augsburg) ist gelernter Archivar. Nach dem Studium der Soziologie und der Literaturwissenschaft arbeitete er für eine bundesweit tätige soziale Organisation. Seit 2013 ist er als künstlerischer Fotograf tätig. Seit 2015 präsentiert Eger seine fotografischen Arbeiten in der Öffentlichkeit bei zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in der Region. Unter anderem zeigten die Große Schwäbische Kunstausstellung, die Kunstpreisausstellung der Stadt Gersthofen, die Große Nordschwäbische Kunstausstellung und die KULT Kunst im Mittelschwäbischen Heimatmuseum Krumbach seine Fotografien. 2024 erhielt er den Kunstpreis (3. Preis) des Landkreises Günzburg.

nature goes to town

Die Fotografie-Serie „nature goes to town“ von Jochen Eger zeigt Alltagsobjekte im Augsburger Stadtraum, die mit Natur- oder Umweltmotiven versehen sind. Die realistische Darstellung vermittelt Sehnsucht, Ferne, Idylle oder Ruhe. Zugleich schimmert in den Bildern eine stille Komik durch, die zeigt, wie eigentümlich menschliches Verhalten sein kann.

Die Arbeiten reflektieren zudem eine Haltung der Moderne: Natur und Umwelt werden zu Objekten, dienen persönlichen Gefühlen oder ökonomischen Zwecken, und der Mensch versteht sich nicht mehr als Teil der Natur. Darstellung und Umwelt werden instrumentalisiert, als Mittel für Befindlichkeit oder praktische Zwecke. Egers Fotografien laden ein, diese Praxis kritisch zu betrachten und über den Umgang mit Natur und Umwelt in urbanen Räumen nachzudenken.