Lilli Wilde
Lilli Wilde ist Künstlerin und lebt und arbeitet in Augsburg.
EUROPA
Ihre kleinformatigen Bilder fangen flüchtige Momente der Begegnung und des Austausches ein, wie man sie auf Reisen im Zug oder am Bahnsteig erlebt.
Lilli Wilde (*1957) ist eine Künstlerin mit Atelier im Kulturhaus abraxas in Augsburg. Ihre künstlerische Ausbildung begann mit dem Besuch einer privaten Kunstschule (1968–1970). Nach Studium und Beruf in der digitalen Messebau-Planung vertiefte sie ab Mitte der 1990er Jahre ihre künstlerischen Studien in Kursen und Seminaren, unter anderem an der Kunstakademie Bad Reichenhall bei Prof. Markus Lüpertz. Sie zeigt ihre Werke in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im süddeutschen Raum, darunter in Augsburg, München, am Bodensee und in Baden-Württemberg. Lilli Wilde ist Mitglied im BBK Schwaben Nord und Augsburg e. V. sowie im Kunstverein Friedrichshafen.
Orte der Begegnungen
Unter dem Titel „Bahnhof-Begegnungen“ zeigt Lilli Wilde Alltagsszenen an Orten des Transits. Die Arbeiten lassen sich als Sinnbild für Europa lesen: Bahnhöfe und Züge fungieren hier als zentrale Verbindungspunkte, an denen Menschen täglich aufeinandertreffen.
Die Künstlerin hält dabei stille Momente fest – ein Lächeln oder eine kleine Geste –, die im anonymen Reisefluss oft untergehen. Ein besonderes Merkmal ihrer Werke ist die abschließende Wachsschicht. Wie eine schützende Haut konserviert diese Technik die flüchtigen Begegnungen und verleiht den Bildern eine haptische Tiefe. So macht Lilli Wilde die kleinen Rituale sichtbar, die unser tägliches Zusammenleben ausmachen.