Schwabens Klang in Bildern: Fotopreis vergeben, Ausstellung eröffnet
Auf der Bühne bei der Verleihung des Fotopreises des Bezirks Schwaben (v. l. n. r.): Museumsleiterin Conny Zeitler, Bezirksheimatpfleger Christoph Lang, die Zweitplatzierte Claudia Specht, der Erstplatzierte Peter Hildebrand, stellvertretender Bezirkstagspräsident Peter Schiele, der Drittplatzierte Gregor Hanewacker und Edgar Rölz (Kulturbeauftragter Bezirk Schwaben, Bezirksrat).
Unter dem Motto „Sound of Schwaben“ suchte der Bezirk Schwaben Fotografien, die Klänge sichtbar machen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten Musik, Handwerk, Natur und Alltag – vom Alphorn bis zur Straßenbahn. Bei der Preisverleihung im Museum KulturLand Ries würdigte der stellvertretende Bezirkstagspräsident Peter Schiele die Preisträger. Museumsleiterin Conny Zeitler eröffnete anschließend die Ausstellung. „Die Fotoausstellung ermöglicht spannende Einblicke in Klangwelten Schwabens – egal ob in der Stadt, auf dem Land oder in der Natur“, sagte Zeitler.
Das Museum KulturLand Ries entwickelte die Wanderausstellung mit rund 70 Motiven. Sie verbindet Bilder und Klänge und spricht damit mehrere Sinne an. Bis zum 7. Februar 2027 ist sie in Maihingen zu sehen. Danach können Städte und Gemeinden in Schwaben sie über die Bezirksheimatpflege ausleihen. Ein Begleitheft zeigt alle angekauften Fotografien.
Ein Alphorn erzählt die beste Geschichte
Den ersten Preis erhielt Peter Hildebrand aus Pfronten. Sein Bild „Den Dingen auf den Grund gehen“ entstand 2009 beim Alphorntreffen in Eisenberg-Zell. Die Jury überzeugte die humorvolle Szene, die die Faszination von Musik und Klang auf den Punkt bringt. Der Bezirk vergab dafür 1.500 Euro Preisgeld. Hildebrand arbeitet als Physiker in der Softwareentwicklung für Laserbearbeitungsmaschinen. In seiner Freizeit fotografiert er vor allem Architektur und Menschen in Bewegung.
Das Tempo der Stadt
Den zweiten Preis erhielt Claudia Specht aus Augsburg für ihr Foto „Wo Bewegung zu Magie wird“. Sie nahm das Bild 2025 in Augsburg auf. Es zeigt den Klang der Stadt: Schritte, Stimmen und Verkehr verschwimmen zu einem bewegten Gesamtbild. Für die Jury macht gerade diese Dynamik den Alltag hörbar. Der zweite Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.
Specht arbeitete rund 35 Jahre als professionelle Tänzerin, vor allem im orientalischen Tanz. Heute fotografiert sie besonders gern Landschaften, Architektur und Motive mit einem Lensball.
Wenn das Bild den Hammer schlagen lässt
Gregor Hanewacker aus Augsburg gewann den dritten Preis. Seine Serie „Schmiede bei der Arbeit“ entstand 2025 im Schwäbischen Freilichtmuseum Illerbeuren. Die Jury lobte, dass die Bilder den Klang von Hammer und Amboss fast hörbar machen und ein altes Handwerk lebendig halten. Dafür erhielt Hanewacker 500 Euro.
Hanewacker arbeitet beim Bezirk Schwaben in der Online-PR für Kultur und ist außerdem als Hochzeitsfotograf und Videograf selbstständig. Alte Handwerkskunst gehört zu seinen liebsten Motiven.
Über den Fotopreis des Bezirks
Seit 1989 richtet der Bezirk Schwaben Fotowettbewerbe zur schwäbischen Kultur aus. Der Fotopreis 2026 ist die elfte Auflage. Inzwischen schreibt der Bezirk den Wettbewerb alle vier Jahre aus.
Die Fotopreis-Jury setzt sich aus den folgenden Mitgliedern zusammen:
- Edgar Rölz, Kulturbeauftragter des Bezirks Schwaben und Bezirksrat
- Alfons Weber, Mitglied des Kultur- und Europaausschusses des Bezirks Schwaben und Bezirksrat
- Alexander Abt, Mitglied des Kultur- und Europaausschusses des Bezirks Schwaben und Bezirksrat
- Christoph Lang, Bezirksheimatpfleger
- Norbert Senser, Fotoclub Erding
- Wolfgang Ott, Kunst- und Kulturhistoriker
Fotopreis-Ausstellung 2026 „Sound of Schwaben“
Dauer: bis zum 7. Februar zu den Öffnungszeiten (Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10:00–17:00 Uhr, geschlossen: 24.12., 25.12., 31.12.)
Ort: Museum KulturLand Ries, Klosterhof 3 und 8, 86747 Maihingen
https://mklr.bezirk-schwaben.de/
Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.