Surreal und spielerisch: Kunstpreisträger des Bezirks Schwaben Jakob Zimmermann stellt im Kunstforum Oberschönenfeld aus

08. September 2026: Vom 27. September bis 29. November haben Besuchende des Kunstforums die Möglichkeit, in surreale Bildwelten einzutauchen. Der Bobinger Künstler und Kunstpreisträger des Bezirks Schwaben, Jakob Zimmermann, lädt mit seinen Gemälden und Objekten in der Ausstellung „Wolpertinger – Die Installation“ zum Nachdenken und Entdecken ein.
Parachronismus, 2026, Acrylfarbe auf Baumwolle, 155x165 cm - Foto: Valentin Wedde

2025 mit dem Kunstpreis des Bezirks Schwaben in der Kategorie „Junge Kunst“ ausgezeichnet, ab dem 27. September mit eigener Ausstellung im Kunstforum Oberschönenfeld zu sehen: Jakob Zimmermanns Kunstwerke sind von der Idee des Wolpertingers inspiriert, der sich aus verschiedenen Tierfragmenten zusammensetzt. Besuchende erleben ein buntes Potpourri aus fantastischen Objekten und Bildern, die mitunter auch inhaltliche Bezüge zur Region Augsburg und Bayerisch-Schwaben haben.

 

Die Grenzen des Sehens

Im unteren Raum des Forums finden Besuchende inmitten großformatiger Gemälde eine frei gestaltete Skulptur aus Pappmaché, die einen Augsburger Kabinettschrank zitiert. Mit diesem Möbeltypus kam der Künstler erstmals im Art Institute of Chicago in Kontakt. Er war fasziniert vom Widerspruch des aufwändig gestalteten Möbels und seiner einstigen Funktion. Dieses diente dazu, heute alltägliche Dinge wie Salbentöpfchen, medizinische Geräte und Schreibutensilien aufzubewahren. Die Türen der Schrank-Skulptur stehen offen. Sie legen damit nahe, dass die einst hier aufbewahrten Objekte in die Gemälde gewandert sind.

Die farbenfrohen Bilder zeigen eine Überfülle an Gegenständen, die sich erst bei genauerem Betrachten erschließen. Das großformatige Gemälde „Garnele“ ist von der „fünfäugigen Urgarnele“ (Jakob Zimmermann) inspiriert, einem sogenannten Übergangsfossil. Im Gemälde ist der Panzer wie eine Eiswaffel gemustert und der Schwanz endet in einem pinkfarbenen, spitzen Fingernagel. Lange Tentakel halten die Augen, wobei eines an ein Vergrößerungsglas erinnert, das andere den Himmel widerspiegelt. Das Gemälde thematisiert die Grenzen unseres Sehens, den Makro- und Mikrokosmos.

 

Neue Denkräume

Im Obergeschoss spielt Zimmermann mit den Raumdimensionen des barocken Dachstuhls und lädt dazu ein, einen eigens installierten Irrgarten zu begehen. In der Installation verborgen sind sowohl Gemälde als auch farbige Skulpturen aus Pappmaché und anderen Materialien. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf einige Überraschungen freuen. Der Künstler eröffnet mit seinen Installationen neue Denkräume und will damit zum Nachdenken anregen.

 

Zum Künstler

Jakob Zimmermann ist 1993 geboren und in Straßberg (Stadt Bobingen) aufgewachsen. Er absolvierte im Jahr 2015 einen Bachelor in Populärer Musik und Medien an der Universität Paderborn. Anschließend studierte er von 2017 bis 2023 Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig bei den Professoren Norbert Bisky und Wolfgang Ellenrieder. 2023 schloss er sein Kunststudium mit dem Diplom ab. Von 2023 bis 2024 war Zimmermann Meisterschüler bei Wolfgang Ellenrieder an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Seit 2025 lebt und arbeitet er als freischaffender Künstler in Berlin.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der im Besucherzentrum erworben werden kann.

 

Die Ausstellung „Jakob Zimmermann. Wolpertinger – Die Installation“ ist vom 27. September bis zum 29. November 2026 im Kunstforum Oberschönenfeld zu sehen.

 

Öffnungszeiten:

Di–So von 10–17 Uhr, Feiertage geöffnet

Für Gruppen auch nach Vereinbarung.

 

Ansprechpartnerinnen:

Für das Kunstforum: Dr. Gudrun Szczepanek

Für die Öffentlichkeitsarbeit: Inka Binder-Lempelius

 

Kunstforum Oberschönenfeld

Oberschönenfeld 4

86459 Gessertshausen

Telefon: (0 82 38) 30 01-0

Fax: (0 82 38) 30 01-10

E-Mail: kunstforum@bezirk-schwaben.de

www.kunstforum.bezirk-schwaben.de

 

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