Tag der Volksmusik Bezirk Schwaben verleiht Volksmusikförderpreis und Ehrenpreis „Schwäbische Nachtigall“
Am Sonntag, den 12. Juli, hat der Bezirk Schwaben im Rahmen des Tages der Volksmusik im Schwäbischen Freilichtmuseum den Volksmusikpreis 2026 vergeben. Prämiert wurde in zwei Kategorien: Die „Schwäbische Nachtigall“ ist die Auszeichnung für besondere Verdienste um die schwäbische Volksmusik, der Volksmusik-Förderpreis unterstützt Musikerinnen und Musiker, die innovativ mit traditioneller Volksmusik umgehen.
Uwe Rachuth ist 2026 Preisträger der „Schwäbischen Nachtigall“
Mit der „Schwäbischen Nachtigall“ bedankt sich der Bezirk Schwaben bei Sängerinnen und Sängern, Musikantinnen und Musikanten sowie Volkstänzerinnen und Volkstänzern für ihr ehrenamtliches Engagement. In diesem Jahr hat Uwe Rachuth die Auszeichnung für seinen jahrzehntelangen Einsatz für die Volksmusik erhalten. Uwe Rachuth ist seit den 1970er Jahren in der schwäbischen Volksmusikpflege aktiv. Sein Engagement führte den ausgebildeten Volksschullehrer 1990 in die Position des Leiters der damals neu gegründeten Beratungsstelle für Volksmusik des Bezirks Schwaben in Krumbach. 2003 kehrte er in den Schuldienst zurück. Für seine Leistungen beim Aufbau der Volksmusikberatungsstelle wurde er mit der Bezirksmedaille ausgezeichnet.
Erst Hauptberuf, dann Ehrenamt: Uwe Rachuth lebt für die Volksmusik
Seitdem ist Uwe Rachuth ehrenamtlich in verschiedenen Funktionen aktiv. Zum einen leitet und organisiert er das Hürbener Ballorchester, ein in Schwaben und darüber hinaus einzigartiges Ensemble mit Ausrichtung auf traditionelles und moderneres Tanzrepertoire. Darüber hinaus vermittelte er als Lehrbeauftragter am Lehrstuhl für Musikpädagogik der Universität Augsburg den Wert der Volksmusik in der Schule. Er ist ehrenamtlicher Referent bei Volksmusikseminaren und Lehrerfortbildungen. Im Allgäu-Schwäbischen Musikbund dient er seit Jahrzehnten als Wertungsrichter. Uwe Rachuth macht auch selbst Musik, etwa bei den Schwäbischen Wirtshausmusikanten, der Thürlesberger Tanzlmusik und als Leiter zweier Amateur-Bigbands im Raum Augsburg.
Ein Preis, zwei Gewinner: Die Burgglöckler Fehla und das Duo Schatzhauser teilen sich den Volksmusik-Förderpreis 2026
Den Volksmusik-Förderpreis vergibt der Bezirk Schwaben 2026 zum zweiten Mal, in diesem Jahr mit einer Besonderheit: Denn heuer überzeugten gleich zwei Musikgruppen die Jury, die den Preis deshalb aufteilte. Die Auszeichnung bekamen die Burgglöckler Fehla und das Duo Schatzhauser.
Die Burgglöckler Fehla aus dem Allgäu spielen traditionelle Volksmusik
Die Burgglöckler Fehla setzen sich zusammen aus den zwei Harmonika-Spielerinnen Theresa Schneider (24 Jahre) und Alexandra Althaus (20 Jahre) sowie Sophie Eberle (20 Jahre) am Kontrabass. Alle drei kommen aus Au-Thalhofen, einem Ortsteil von Fischen im Allgäu. Gemeinsam spielt das Trio bereits seit 6 Jahren zusammen.
Die Jury lobte das hohe musikalische Niveau der drei jungen Musikerinnen sowie ihre musikalische Stilsicherheit. Fest in ihrer Oberallgäuer Heimat verwurzelt, engagieren sich die jungen Frauen nicht nur in ihrem eigenen Projekt, sondern darüber hinaus noch als Begleiterinnen für die Jodelgruppe und den Trachtenverein. Als junge Vertreterinnen der Allgäuer Volksmusik sind sie mittlerweile weit über ihre Heimat hinaus bekannt.
Virtuos und innovativ: Das Duo Schatzhauser spielt auf kammermusikalische Weise
Das Duo Schatzhauser besteht aus Hans-Peter Willer (Klarinette) und Christian Ludwig Mayer (Akkordeon, Komposition). Beide Musiker haben einen professionellen musikalischen Hintergrund und experimentieren als Duo Schatzhauser mit anderen musikalischen Einflüssen, etwa mit osteuropäischer Musik und Jazz. Die Jury bewunderte den respektvollen Umgang mit der traditionellen Volksmusik in ihren Arrangements sowie die gefühlvolle Vortragsweise. Das Duo, so die Jury, zeigt auf vorbildliche Weise, wie traditionelle Volksmusik weiterentwickelt werden kann.
Der Jury gehörten an: Edgar Rölz (Kulturbeauftragter beim Bezirk Schwaben), Johanna Hofbauer (Bezirksrätin), Alfons Weber (weiterer Stellvertreter des Bezirkstagspräsidenten), Wibke Reimer (Abteilungsleiterin Kultur und Heimatpflege), Dagmar Held, (Bayerischer Landesverein für Heimatpflege), Christoph Lambertz (Leiter der Beratungsstelle für Volksmusik) und Johannes Hitzelberger (Bayerischer Rundfunk).