Ausstellung „Finstre Zeiten“ erinnert an NS-„Euthanasie“-Verbrechen
Die Wanderausstellung „Finstre Zeiten – ,Euthanasie‘-Verbrechen in Bayerisch-Schwaben (1933 bis 1945)“ ist vom 14. August 2026 bis 10. Januar 2027 in der Außenstelle Kempten des Bezirks Schwaben zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Im Mittelpunkt stehen die systematische Verfolgung und Ermordung von Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Behinderungen während der NS-Herrschaft. Dokumentiert wird die Beteiligung der Heil- und Pflegeanstalten Kaufbeuren-Irsee und Günzburg an den Verbrechen in Bayerisch-Schwaben.
Opfergeschichten machen die Verbrechen sichtbar
Historische Fotografien, dokumentierte Opfergeschichten und Texttafeln vermitteln den historischen Hintergrund. Zudem zeichnet die Präsentation die Entwicklung der Psychiatrie nach – von den ersten Heil- und Pflegeanstalten im 19. Jahrhundert bis zu deren Missbrauch durch das NS-Regime. Vorgestellt werden außerdem Erinnerungsorte in Bayerisch-Schwaben, die heute an die Opfer erinnern.
Anhand dokumentierter Einzelschicksale wirft die Schau zwei zentrale Fragen auf: Wie konnten Menschen ihre Mitmenschen entrechten und ermorden? Und welche Verantwortung erwächst daraus für den Umgang mit der Vergangenheit? Deutlich wird: Erinnern und Aufarbeiten sind bis heute ein fortdauernder gesellschaftlicher Prozess.
Die von der Bezirksheimatpflege initiierte Ausstellung ist während der Öffnungszeiten in der Außenstelle Kempten des Bezirks Schwaben, Beethovenstraße 9, zu sehen.
Auf einen Blick
Titel der Ausstellung: Finstre Zeiten – „Euthanasie“-Verbrechen in Bayerisch-Schwaben (1933 bis 1945)
Laufzeit: 14. August 2026 bis 10. Januar 2027
Ort: Außenstelle Kempten des Bezirks Schwaben, Beethovenstraße 9, 87435 Kempten
Öffnungszeiten: Montag und Donnerstag 8 bis 12 Uhr sowie 14 bis 16 Uhr; Dienstag, Mittwoch und Freitag 8 bis 12 Uhr
Eintritt: frei